Einige Abmahn-Anwälte – ja, das scheint eine Berufsgattung zu sein – scheinen sich auf Nutzer von Adobe Typekit Web Fonts eingeschossen zu haben. Was jedoch viel schlimmer ist: Wem dies widerfährt, dem droht eine Prüfung nach DSGVO! Etwas, vor dem sich wahrscheinlich jedes Unternehmen unbedingt schützen möchte.

Doch was hat es mit Adobe Typekit Web Fonts auf sich?

Die Kurzfassung: Wenn Sie Adobe Typekit Web Fonts verwenden, müssen Sie darüber in Ihrer Datenschutzerklärung informieren! Tun Sie dies nicht, kommt die Abmahnung und im schlimmsten Fall die DSGVO-Prüfung.

Die längere Fassung: Um die gewählte Schriftart von Adobe korrekt darstellen zu können, laden die Webseiten mit jedem Aufruf der Seite Informationen zu dem Font auf dem amerikanischen Server von Adobe herunter. Da unklar ist, ob Adobe darüber auch Informationen zur IP-Adresse sowie weitere personenbezogene Daten des Webseiten-Besuchers erhält, muss gemäß DSGVO auf diesen Umstand hingewiesen werden. Tut man dies nicht, lauert der Abmahn-Anwalt.

Update 18.11.2022 : Nachdem Abmahnanwälte sich zunächst auf Adobe Typekit Fonts gestürzt haben, haben sie nun auch die Google Fonts für sich entdeckt. Wir besprechen das Thema hier genauer. Sicherheitshalber sollten Sie Ihre Webseite überprüfen, ob sie irgendwelche Fonts einsetzt, die von fremden Websites heruntergeladen werden, denn das ist in jedem Fall kritisch.